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Mittelalterladen

Eigentlich ist Erwin Pelzer von Beruf Spenglermeister. Allerdings ist er seit Jahren auch Förderer-Mitglied, dreimal schon war er bei der Aufführung der Landshuter Hochzeit – bei den Zünften – mit dabei und er weiß natürlich, wie wichtig so ein LaHo Kupferbecher ist.

Anfangs hatte er sich einen solchen Kupferbecher von der Stange gekauft, später dann nur für Freunde und Bekannte das ein oder andere Stück gefertigt. Seit einigen Jahren hat sich der Handwerksmeister entschlossen, die Kupferbecher in verschiedenen Größen – unter anderem mit überschaubarem Fassungsvermögen für Damen – selbst in kleiner Manufaktur-Serie herzustellen. 

Die Meister-Manufaktur legt Wert auf historische Details.

Erwin PelzerDer Kupferbecher wird von Pelzer Kupfer aus mehreren Teilen gefertigt – und natürlich ausschließlich in Handarbeit. Auf die Becherwand, die aus einem Kupferblech zurechtgehämmert wird, wird ein Boden gesetzt. Genau so, wie es wahrscheinlich auch Handwerker im Mittelalter gemacht hätten. Anschließend wird der Kupferbecher innen noch lebensmittelecht verzinnt. Knapp 400 Gramm wiegt ein Kupferbecher, welcher einen halben Liter Flüssigkeit fassen kann. Er ist unlackiert und äußerst robust. Im Getümmel der Landshuter Hochzeit oder anderen historischen Veranstaltungen ein großer Vorteil. Natürlich darf er auch nicht zu schwer sein, denn ein richtiger Landshuter Hochzeitsteilnehmer oder anderer historischer Veranstaltungen trägt ihn - meist mit einer Lederschlaufe – am Gürtel immer bei sich. Für die Damen hat Pelzer Kupfer noch eine kleinere Version entworfen. Und dann gibt es noch den Mini-Kupferbecher, welcher für Hochprozentiges und nicht für Durstlöscher gedacht ist. Knapp 45 Minuten braucht Erwin Pelzer, bis ein solcher Kupferbecher fertig ist.
Ob im Mittelalter das gemeine Fußvolk tatsächlich aus so einem Kupferbecher seinen Durst gelöscht hat ist übrigens fraglich. Noch vor 20 Jahren war ein Kupferbecher noch nicht einmal bei den Hochzeitern gebräuchlich. So war es üblich, dass das gemeine Fußvolk nur den von der Schänke für eine teure Pfandmarke ausgeliehenen Tonkrug hatte. Dies alles um historisch korrekt diverse Durstlöscher zu sich nehmen zu können.
Dass es besagter Tonkrug nicht ins neue Jahrtausend geschafft hat, hat praktische Gründe: „Das Krugpfand, war relativ schnell futsch, da der Tonkrug meist irgendwo im mittelalterlichen Lagerleben verloren oder kaputt gegangen war“, so erzählen langjährige Mitglieder.

Pelzer Kupfer beliefert historische Veranstaltungen mit Kupferbechern

Die Kultur eines eigenen LaHo Kupferbechers aus Metall hat sich deshalb seither unter den Mitwirkenden durchgesetzt und ist auch bei den Zuschauern und den Souvenirjägern ein beliebtes Accessoire. Mittlerweile beliefert Pelzer Kupfer immer mehr historische Veranstaltungen mit Kupferbechern, Krügen, Schnapsbechern, mittelalterlichen Holzlöffeln, Messern und Gabeln. Kupferbecher aus der Meister-Manufaktur Pelzer Kupfer haben sich zu einem echten Verkaufsschlager entwickelt.

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